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Die neue Angriffswelle auf die SMS

Die gute alte SMS kämpft seit Jahren einen Kampf um ihre Existenz. War sie früher eher ein unerwünschtes Abfall- oder Nebenprodukt der GSM-Kommunikation, entwickelte sie sich schnell zum Liebling der Massen. Dies erkannten auch die grossen Mobilfunkanbieter. War zu Beginn des Handyzeitalters die SMS noch kostenlos (ja man staune), wurde der Preis mit zunehmender Beliebtheit bei den Nutzen immer schön nach oben korrigiert und erreichte teilweise Spitzenwerte von 29 Cent pro SMS und war damit oft gleich teuer oder sogar teurer als eine Telefonminute.
Erst durch die neuen Handy-Discounter geriet der Markt und damit der Preis unter Druck, was zu einer langsamen Senkung der Preis führte. So können Kunden heute für durchschnittlich 6-9 Cent SMS verschicken oder sogar eine SMS-Flatrate für 10,- Euro erhalten.
Bedenkt man, dass eine SMS das 1/1000 der Datenmenge einer Telefonminute benötigt und somit vom technischen Standpunkt her bestenfalls ein „Nebenprodukt“ ist, sind die Preise immer noch Wucher.

Darum suchen gerade jüngere Kunden immer wieder Möglichkeiten die teuren SMS zu umgehen.
Eine Möglichkeit sind die kostenlosen SMS übers Internet.

Auf meiner SMS-Seite können über 40 SMS pro Tag und pro User ganz ohne Anmeldung verschickt werden. (http://free-sms.ralfbachmann.de)

Eine andere Möglichkeit ist die Kommunikation auf Instand Messenger, Facebook und Ping-Messenger zu verlagern. Die neue Smartphones machen es möglich SMS-ähnliche Nachrichten, sogenannte Instand Nachrichten, über die verschiedenen Netzwerke kostenlos zu verschicken. Dadurch, dass die neuen Smartphones ständig mit dem Internet verbunden sind, werden dann diese Instand Nachrichten ohne Zeitverzögerung auf das Handy des Empfänger geschickt. Da alle Kommunikation über das Internet erfolgt, werden keine SMS-Gebühren fällig und der Provider werden umgangen.

Dies erweckt natürlich den Unmut einiger Anbieter. Gerade die zwei großen Anbieter, Telekom und Vodafon, verbieten diese Art der Kommunikation per AGB, sperren sie teilweise oder verlangen einen Aufpreis für die Dienste. Einige Discounter haben sogar horrende Strafgebühren (McSim verlangt circa 20 Euro Strafgebühr für 1MB). Lediglich E-Plus und O2 stehen dieser Art de Kommunikation im Moment noch offen gegenüber. Als eine Art „Unique Selling Point“ ist z.B. bei dem Discounter Fonic.de jede Art der Kommunikation erlaubt.
Dies beinhaltet auch das Telefonieren über das Internet per Skype und anderen Anbietern. Durch die enormen Einsparpotentiale sind natürlich auch diese Dienst den Anbietern ein Dorn im Auge.

Ganz neu gibt es jetzt ein Programm, dass versucht alle diese Arten der Kommunikation zu vereinen. Wer sich bei Yuilop anmeldet, kann kostenlos mit seinen Freunden im yuilop-Netzerk und bei Facebook Nachrichten austauschen und erhält darüber hinaus eine kostenlose deutsche Handynummer, über die reguläre SMS verschickt und empfangen werden können. Der Clou dabei ist, dass der komplette Service inkl. Verschicken von regulären SMS kostenlos ist. Es fallen lediglich Kosten für den Internet-Datenflat an. Somit wurde wieder eine neue Möglichkeit geschaffen, die teuren SMS zu umgehen und darüber hinaus noch SMS an alle die Freunde zu verschicken, die keine neuartigen Smartphones haben.
Eine genaue Beschreibung des Programms findet sich auf www.toollinks.de.

Da die Thematik und die Technik der Internet-Kommunikationen enorm vielseitig ist, reicht ein Artikel niemals aus um alle Facetten zu beleuchten. Mehr zum Thema Skype, Push-Mail, Instand Messenger und Co. findet sich hier:

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2 thoughts on “Die neue Angriffswelle auf die SMS”

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