E-Postbrief und der unglückliche Start

Schon wenige Wochen nach Bekanntgabe der Namensänderung von Onlinebrief in E-Postbrief melden sich die ersten Kritiker zu Wort. Doch wie üblich über die Technik oder die nichtvorhandene Sicherheit zu meckern, geht es dieses Mal um die Namensgebung.

Ob Gerdes auch hier ein glückliches Händchen hatte, bezweifeln einige Fachleute: Der Name, so Markenexperte Nicholas Adjouri, erinnere zu sehr an E-Post. Unter diesem Namen wollte sich der Konzern im Jahr 2000 als E-Mail-Anbieter etablieren. Der Dienst wurde 2005 wegen Erfolglosigkeit geschlossen. “E-Postbrief ist außerdem zu sperrig – eine namenstechnische Fehlgeburt”, meint Adjouri.
Der Konzern hält dagegen. Der E-Postbrief sei als rechtsverbindliches und kostenpflichtiges Online-Dokument ein ganz anderes Produkt als eine Gratismail, so ein Sprecher. “Uns war wichtig, dass die Schlüsselwörter ‘Post’ und ‘Brief’ vorkommen.” Und: Der Name sei in der Marktforschung getestet worden. Kunden akzeptieren demnach Adressen nach dem Schema “Max.Muster@e-postbrief.de”. (Quelle: www.ftd.de)

Meiner Meinung nach wäre der Arbeitstitel „Onlinebrief“ auch besser über die Zunge gegangen, aber wie sagte schon Nitsche: „Namen sind Schall und Rauch“. Wichtig ist der Inhalt.
Hier bleibt im Moment alles beim alten.



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Doch auch Gutes gibt es zu berichten.
Der neue E-Postbrief soll 280 neue Arbeitsplätze in einem Kunden-Call-Center in Flensburg schaffen. In Zeiten der Krise keine schlechte Nachricht. Es bleibt abzuwarten ob durch die Selbst-Kanibalisierung durch den E-Postbrief die Post nicht gleichzeitig 280 oder sogar mehr Arbeitsplätze streicht und somit nur eine Umverteilung vornimmt.


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Bätschman

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