Twitter Erfahrungen

Der eine oder andere Leser wird es gemerkt haben: Seit ein paar Wochen bin ich auch bei Twitter. Lange habe ich mich davor gedrückt. Aber immer wieder liest man, dass man als Blogger (und als Unternehmen natürlich auch) Twitter nutzen kann/muss/sollte. Je nach Inhalt, kann man neue Leser finden oder einen Mehrwert für seinen Blog kreieren. Man kann live twittern, von unterwegs twittern oder einfach seine Blogartikel in Twitter verbreiten. Dank dem WordPress PlugIn “BirdFeeder” werden die Überschriften meiner Blogartikle automatisch mit Links bei Twitter gepostet. Das ist also schon mal erledigt. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, was es für mich als User bei Twitter noch so zu entdecken gibt?

  1. Der Grossteil der Tweets sind belangloses und allgemeines Zeug ala “Essen war gut” oder “ich gehe jetzt ins Bett”.
  2. Die grossen Blogs verwenden Twitter genau wie ich. Wenn man eh den Originalblog liest, liest man also doppelt.
  3. Komischerweise werden bei Twitter zu 99% nicht die Originalquellen als Referenz angegeben. Einfach immer auf einen anderen Twitterer verweisen. Sucht man dann die Originalquelle “rennt” man von Twitterseite zu Twitterseite. Hauptsache die Namen der anderen Twitter sind erwähnt. Quellen sind ja bei Behauptungen eh überbewertet. Das ärgert ungemein.
  4. Twitter führt das “verifizierte Konto” ein. Besonders wichtige Konten werden also mit Namen auf Echtheit gegengeprüft. Damit man auch weiss, ob es wirklich Angela Merkel ist die twitter, was sie übrigens nicht ist. Trotzdem gibt es gleich 4 oder mehr Treffer auf ihren Namen. Auch der olle Adi ist vertreten. Was mich zum Punkt bringt, dass ein Grossteil der Tweets Müll ist. Aber ich will mich nicht entmutigen lassen. Das ist wie bei der Blogsphäre (nur 10mal schlimmer), es gibt gute Dinge und es gibt Müll. Die Aufgabe ist die Guten zu finden. Frei nach dem Motto: Die Schlechten ins Gröpfchen – die Guten in den RSS Reader.
  5. Was soll man twittern? Inflationäre und belanglose Tweets sind für mich ein Grund den Twitter-Kanal der jeweiligen Person abzuschalten. Also gilt die Regel auch für mich. Ob ich “gerade beim Bäcker zwei Brötchen gekauft” habe interessiert glaube ich niemanden. Also bleibe ich erstmal beim verbreiten meines Bloginhalts sowie ein paar interessante Links und News, welche nicht auf meinem Blog erscheinen.
  6. Seit 14.April 2010 gibt es bei Twitter auch bezahlte Werbung. Sony und Co. (Quelle Tagesschau.de) kommen jetzt im am Anfang einer Suchanfrage zu einem Thema. Ausserdem habe ich folgenden Tweet gelesen:
    Ich folge jemanden und seine erste DM ist Werbung. –>Unfollow<–” (DM = Direktmessege / unfollow = keine News von dieser Person mehr verfolgen). Man wird jetzt also direkt mir Werbung angeschrieben. Das kann ja toll werden.
  7. Es gibt “graue Eminenzen” und A-Twitterer im Twitter-Universum. Aber wenn ich mir Tweets wie:
    “Leute, die das iPad lieben, müssten dann ja iPadophil sein, oder?” anschaue, muss ich mich schon fragen, wo da der tiefere Sinn steckt. Wortspiele mit Kin*des*miss*bra*uch zu machen, entspricht nicht meiner Art von Humor.
  8. Oft werden Tweets kopiert oder als eigene Ausgegeben, die bereits bei anderen Twitterern schon vor drei Tagen erschienen sind. Klar gibts das bei Bloggern auf genug. Aber irgendwie scheint mir das bei Twitter noch ein Stück verbreiteter.

Mal schauen wie sich das weiter entwickelt.


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Bätschman

Zweiter Account von Ralf Bachmann--> Details: https://www.ralfbachmann.de/author/ralfbachmann/

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