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De-Mail aus Sicht von T-City

In der Ausgabe 4/09 des T-City Spiegels, eine Informationszeitung von T-City, werden die Absichten und Möglichkeiten der neue De-Mail näher beschrieben.

Nach dem Pilotversuch Ende März 2010, sollen alle Bürger in Deutschland das System nutzen können.
Betont wird in dem Bericht noch einmal die rechtsverbindliche Zustellbestätigung, die man erhält, wenn die verschickte De-Mail erfolgreich auf dem Empfängerserver angekommen ist.
Durch weniger Fehler und geringere Kosten, soll das neue System vor allem Unternehmen und der Verwaltung helfen. Durch wegfallen von Übertragungsfehlern und dem Postweg, sollen nicht nur Kosten bei den Ressourcen, sondern auch Kosten beim Versenden gespart werden. So der Artikel im T-City Spiegel.

Laut Oberbürgermeister Andreas Brandt, stösst das Projekt auf viel Resonanz. Bereits in der ersten Wochen hätten sich viele Bürger und viele Unternehmen registrieren lassen.
Dieser Aussage widerspricht jedoch eine Studie von Pitney Bowes. Diese fand heraus, dass das System unter enormen Startschwierigkeiten leidet.

Eine von Pitney Bowes in Auftrag gegebene Studie räumt Systemen wie De-Mail, die zum Austausch rechtsgültiger elektronischer Dokumente eingesetzt werden sollen, zwar hohe Erfolgschancen ein. Die meisten Befragten würden De-Mail allerdings derzeit nur für unkritische Kommunikationsprozesse einsetzen.
Moment?: Die rechtssichere De-Mail wurde ja gerade für offizielle Kommunikation „erfunden“. Jetzt aber wollen die Leute nur unkritische Nachrichten verschicken. Ich frage mich ob man für eine Verabredung zum Kaffee eine kostenpflichtige Mail nutzen würde, wenn es zahlreiche kostenlose Mailanbieter gibt?

Weitere Bedenken scheinen ausserdem die Datensicherheit und die Kosten zu sein:

Wäre De-Mail rechtlich dem Brief gleichgestellt, würden 70 Prozent der Befragten das System benutzen. Vorbehalte existieren bei 82 Prozent aber auch aufgrund der Datensicherheit. […]Zusätzlich sind 60 Prozent der Befragten nicht davon überzeugt, dass Unternehmer und Verbraucher alte Gewohnheiten ändern würden, solange die traditionelle Briefzustellung reibungslos funktioniere. Knapp zwei Drittel glauben außerdem nicht, dass Anwender ein kostenpflichtiges System freiwillig nutzen würden. Eine schnelle Marktdurchdringung von De-Mail sei deshalb nicht zu erwarten.

Alte Gewohnheiten und schlechte Erfahrungen mit dem Internet und der Datensicherheit dürften also die wichtigsten Hürden für die Annahme des neues Systems sein.


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„Die Studienergebnisse zeigen, dass es in den nächsten Jahren eine Übergangsphase geben wird, in der verschiedene Kommunikationskanäle parallel bedient werden müssen“, sagt Stemann und fügt hinzu, „Unternehmen und Behörden brauchen deshalb Lösungen sowohl für den klassischen als auch für den digitalen Kanal.“

Es bleibt also abzuwarten wie schnell einzelne Behörden die Umstellung schaffen. Wenn es nicht mal die Vorzeigestadt Friedrichshafen schafft alle Büros während der Probephase umzustellen, wie sollen es dann kleinere Gemeinden schaffen. Vor allem, da das Budget der Behörden von Jahr zu Jahr kleiner wird. (siehe Beitrag De-Mail – ein Zwischenbericht)



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