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Werbung der Politik getarnt als Journalismus

Ein guter Kollege hat mich auf einen sehr interessanten Beitrag des “Report Mainz” aufmerksam gemacht. Es geht darum, wie Bundesministerien PR-Agenturen anheuern um Radiobeiträge und Homepage-Inhalte zu erstellen, die dann an Radiosender verkauft werden und dort als journalistischer Beitrag gesendet werden. Der Hörer und der Leser werden so direkt getäuscht, in dem ihm eine gezielt erstellte Werbung seitens der einzelnen Bundesministerien als unabhängiger und frei recherchierter Journalismus verkauft wird.

Für jeden der sich etwas über Journalismus informieren will ein muss.

Report Mainz Video [hier klicken!]

An dieser Stelle dank Markus. [hättest du jetzt eine Homepage, könnte ich Werbung für dich machen 🙂 ]

1 thought on “Werbung der Politik getarnt als Journalismus”

  1. Tja. Das Politiker auf solche Mittel zurueckgreifen ist zwar vieleicht nicht die feine englische Art, aber eigentlch zu erwarten. Politiker und Politik erinnern mich inzwischen sehr stark an die freie Wirtschaft und Unternehmensfuehrung. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, darueber kann man sich streiten.
    Und dass Unternehmen nicht zum Wohle der Gesellschaft oder Mitarbeiter, sondern zum Wohle der Aktieninhaber handeln ist (leider) ein Fakt.

    Jetzt hatten wir in Deutschland mal die Idee einer sozialen Marktwirtschaft um das natuerliche Verhalten von Unternehmen ein bisschen von der Gesellschaft aus zu regulieren.

    Wenn jetzt das gleiche mit Politik passiert, wer ist dann die Kontrollinstanz? Wer kann regulieren?
    Im Endeffekt die Waehler, aber dazu muessten die Waehler erst einmal ordentlich Informiert sein. Und hier waere ein guter, unabhaengiger Journalismus sehr wichtig. Was aber, wenn die Verlage auch Unternehmen sind, die wiederum vor allem an Gewinnmaximierung interessiert sind?
    Dann waere es wichtig, das die Abnehmer des Journalismus, also Zeitungs- und Magazinkaeufer sowie Fernsehzuschauer diesen guten Journalismus dementsprechend wuerdigen.
    Leider verkaufen sich Heftchen mit leicht bekleideten Damen oder reisserischen “der boese Staat”-Artikeln besser als tiefgruendiges. Und bei Medien wie Radio und Fernsehen, die von vielen als reines “Spass”-Medium angesehen werden sieht es noch duesterer aus. Kurz ein vorproduzierter Politik-Beitrag eingeschoben und dann aber schnell noch ein Sketch von der Parodie du jour und ein Witz vom Moderator nachgeschoben, sonst wird den Zuehoerern ja langweilig…

    Jedes Volk hat den journalismus den es Verdient?

    Vielecht wird der traditionelle Journalismus ja auch in dieser Funktion von anderen Arten des Journalismus abgeloest? Natuerlich denkt man da sofort an Blogs, Foren und aehnliches, aber das Internet steht ja noch ziemlich am Anfang seiner Entwicklung, mal schauen, was da noch so kommt…
    Alternativ koennte sich natuerlich auch die Staatsform aendern. Grundgesetzaenderungen brauchen nur 2/3 Mehrheit und wenn man was nicht aendern kann findet man auch nen Weg drum rum.

    ———————————————–

    Das war jetzt ein bisschen viel fuer einen Mittwoch morgen, aber manchmal muss ich einfach meinen Senf dazugegen. Dass ihr aber auch am anderen Ender der Welt sein muesst, sonst koennte man das gemutlich bei nem Bier regeln. 😉

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