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Kampftrinken – gestern, heute, morgen

Seit ein paar Wochen haben die Politiker wieder eine neue Sau, die sie durchs Dorf treiben können. Obwohl schon seit Jahren vor dem Genuss von Alkohol gewarnt wird, wird seit ein paar Wochen so getan, als ob ein Glas Schnaps den sofortigen Tod bedeutet. Klar sind Todesfälle bedingt durch Alkohol immer traurig, aber dabei sollte man auch bedenken, warum und vor allem wie sich ein 16-jähriger überhaupt mit Alkohol, der erst ab 18 käuflich ist, in Komma trinken konnte. Wer hat da versagt?
Das erinnert mich an die Geschichte mit den Alkopops. Alkohol/Mischgetränke, welche erst ab 18 zu erwerben sind, müssen höher besteuert werden, damit 16-jährige, welche das Getränke eigentlich gar nicht laufen dürften, zu wenig Geld haben, um sich diese Getränke kaufen zu können. Ein guter Kollege brachte mal einen guten Vergleich. “Das wäre so als ob man das Benzin teurer machen würde, um das Schwarzfahren zu verhindern.” Für den ganzen ‘Alkoholbereich’ gibt es ausreichende Gesetze und Schutzverordnungen. Nur weil Supermärkte und Kneipen diese nicht einhalten, müssen die verantwortungsvollen Endverbraucher dafür bezahlen. Auf die eine oder andere Weise.
Früher habe sich meine Kollegen und ich auch betrunken. Und es gab auch Flatrates in Discos. Aber da hat keiner so getan, als würde wir gleich sterben oder später zu Alkoholikern. Warum also heute? Und warum wollen Politiker immer alles gleich alles verbieten, wenn ein Problem auftritt? Die passenden Gesetze gibt es bereits. Warum dieses nicht einfach konsequenter durchsetzen? Ich glaube eine Verkäuferin im Supermarkt oder eine Kellnerin würde ganz schnell die Vorschriften einhalten, wenn sie durch gesetzwidrige Alkoholverkäufe ihren Arbeitsplatz verlieren würde.
In jedem Beruf ist gesetzwidriges Handeln ein Kündigungsgrund. Nur nicht beim Alkoholverkauf. Warum nicht?

2 thoughts on “Kampftrinken – gestern, heute, morgen”

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