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Voice over IP – mehr als nur Skype – Teil 3

fring.com: Den heimischen Festnetzanschluss weltweit kostenlos nutzen und über die Festnetznummer weltweit erreichbar sein.

VOIP (Voice over IP) so weit das Auge reicht. Man hat das Gefühl, dass stündlich neue VOIP-Apps auf den Markt kommen. Jedes noch schneller, besser und schöner als das Letzte. Apps werden so schnell veröffentlicht, dass man kaum noch mit dem bloggen hinter herkommt.

Nach „Voice over IP – mehr als nur Skype – Teil 1“ und „Voice over IP – mehr als nur Skype – Teil 2“ folgt jetzt (logischerweise 🙂 ) der dritte Teil.
Dieses Mal mit dem bereits seit Jahren bekannten App „Fring“. Fring wurde bekannt als Multi-Messenger, der sowohl alle Instant Messenger wie ICQ, MSN und Jabber, wie auch Skype und SIP/VOIP Anrufe verwalten kann. Nachdem jedoch Skype entschlossen hat jede Zusammenarbeit mit Multi-Messengern einzustellen, muss fring ohne Skype auskommen.

Offener VOIP Zugang durch das SIP-Protokoll:
Dies ist jedoch gar nicht so schlimm. In der neuen iPhone App unterstützt fring jetzt nämlich auch Push-Notification für SIP/VOIP Anrufe. Dies bedeutet, dass fring einen EINGEHENDEN VOIP-Anruf auch dann meldet, wenn das Programm nicht läuft. Somit verpasst der Nutzer keinen Anruf mehr. Fring ist aber noch aus einem anderen Grund gut. Als SIP Anbieter können alle Anbieter eingetragen werden, die das SIP Protokoll unterstützen. Dies sind neben Anbieter wie Sipgate auch grossen Firmen wie 1&1* und andere „Festnetz und DSL-Anbieter“. Somit lässt sich das iPhone (hoffentlich folgt bald auch Android) zu einem vollwertigen Festnetztelefon umbauen.
Aber nicht nur das. Auch unterwegs klingelt dann per W-LAN oder Datenverbindung der Festnetzanschluss von zu hause oder man kann auch von unterwegs die heimische Festnetzflat nutzen. Je nach Wunsch. Wer bei seinem Festnetzanschluss zwei Rufnummer und zwei Leitungen hat, kann darüber hinaus auch noch kostenlos untereinander telefonieren. Weltweit kann man so über seine heimische Festnetznummer angerufen werden und selber anrufen.

Möglichkeiten gibt es viele. Das A und O ist natürlich eine kostenlose bzw. günstige Datenverbindung durch W-LAN oder eine UMTS-Flat. Ansonsten wird eine Telefonanruf (Faustformel 1 MB pro Minute) deutlich teurer als eine regulärer Anruf. Einen kleinen Nachteil hat fring jedoch. Durch die Komprimierung der Daten, was zu einer schnelleren und Ressourcen schonenderen Übermittlung führen soll, wird leider auch die Anrufqualität verringert. Wenn dieses Konzept aber Erfolg haben sollte, werden sicherlich andere Firmen und Apps auf diesen Zug aufspringen. Nimbuzz und IM+ sind ähnliche Apps, welche sicherlich bald mit einer vergleichbaren Version erscheinen werden. Auch Skype soll Gerüchten zufolge an einer Version arbeiten.

Vorteil von fring im Vergleich zu Viber und Vonage ist, dass der Nutzer keine persönlichen Daten aus seinem Telefonbuch einer anderen Firmen preisgeben muss, da fring (meines Wissens nach) nicht auf das Telefonbuch zugreifen kann.

Siehe auch:
Voice over IP – mehr als nur Skype
Voice over IP – mehr als nur Skype – Teil 2
Push Messenger – stirbt die SMS endgültig aus? (gratis SMS)

* bei 1&1 kann es manchmal zu Problemen kommen. Manche Nutzer berichten, dass der SIP-Anschluss nicht funktioniert per Mobiltelefon. Ich kann hatte mit zwei anderen SIP-Anbietern in fring Erfolg. Allerdings auf einem Windows Mobile Gerät.

P.S.: Da ich kein iPhone besitze konnte ich das Programm nicht selber testen!

TruPhone ist ein ähnliches Programm und fring geht auch auf dem iPod. Somit wird auch dieser zum VOIP-Telefon.

Update I:
Android 2.3 soll laut Gerüchten vollwertige SIP-Anbindung schon in der Grundeinstellung haben. Sollte diese Vermutungen stimmen, so könnte man den SIP-Anbieter direkt ohne App in Android 2.3 eingeben. Ob das Handy dann jedoch immer auf “Empfang” ist bleibt abzuwarten, da ständig auf “Empfang” sein auch Batterie und Daten benötigt, da ja die Verbindung mit dem SIP-Server immer aufrecht erhalten werden muss.

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