Die Mitfahrerplattform flinc.org jetzt auch als Android App

Lange mussten Android-Nutzer auf die passende App des Start-Ups verzichten, doch nun ist die erste Beta-Version im Market erhältlich.

Flinc, welches bereits seit einiger Zeit als iPhone App und Web-Anwendung verfügbar ist, ist eine neue Art der Mitfahrerplattform. Fahrer und Mitfahrer müssen sich nicht selber per Telefon oder E-Mail kontaktieren und Preis sowie Treffpunkt aushandeln, sondern werden nachdem jeder seine Route (Start und Ziel) eingegeben hat, durch das System automatisch miteinander vermittelt.
Das bedeutet, dass das System so lange nach dem passenden Gegenüber sucht, bis ein passender Partner gefunden ist. Danach erhält der Mitfahrer eine Liste an potentiellen Fahrern inklusive des anfallenden Preises und dem jeweiligen Nutzerprofil angeboten. Der Mitfahrer kann nun einen oder auch mehrere Fahrer direkt über das System anfragen. Alle angefragten Fahrer erhalten darauf hin eine sekundenschnelle Push-Nachricht auf ihr Smartphone (oder eine E-Mail) mit allen nötigen Informationen über den Mitfahrer inklusive eines eventuell anfallenden Umwegs und dem Betrag, welcher der Mitfahrer bezahlen muss. Der Fahrer kann nun selber entscheiden, ob er den Mitfahrer mitnehmen und den eventuell anfallenden Umweg auf sich nehmen will. Fällt die Entscheidung positiv aus, reicht ein einfacher Klick auf den „ja-Button“ und schon ist die Mitfahrt angenommen. Der Mitfahrer erhält dann natürlich eine Bestätigung.
Werden mehrere Fahrer angefragt, bekommt der Fahrer, der sich zuerst meldet die Fahrt zugesprochen. Da der Fahrer natürlich nicht wissen kann, wo er den Mitfahrer abholen und wieder absetzen muss, wird der endgültige Preis vom System ausgerechnet. Der Fahrer kann nur einen Preis pro Minute angeben und das System berechnet auf Basis der Strecke und des Umwegs einen Preis für den Mitfahrer.

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Durch die Vermittlung der Fahrten durch den Server, muss sich jeder Teilnehmer vorher im System anmelden. Darüber hinaus ist es noch nicht möglich eine Fahrt oder eine Mitfahrt aus einer Liste auszuwählen wie bei anderen Mitfahrerplattformen. Um zu wissen wie viele andere Nutzer auf der ausgewählten Strecke unterwegs sind, ist es notwendig eine Fahrt oder Mitfahrt einzutragen. Dadurch dass das Eintragen der Fahrten bzw. Mitfahrten kostenlos ist und zu nichts verpflichtet, empfiehlt es sich durchaus mehrmals Fahrten für verschiedene Strecken und Zeiten einzutragen. Erst wenn eine offizielle Anfrage gestellt wird und diese offiziell angenommen wird, kommt eine Fahrtenvermittlung zu Stande.

Wer mehr über flinc und die genauen Funktionen wissen möchte, sollte auch die anderen Artikel auf diesem Blog lesen.

Android-App noch im ersten Beta-Stadium:
Im Vergleich zur iPhone App erkennt man der Android-App den Beta-Status noch deutlich an. Das Design wirkt im Vergleich noch etwas „zeichentrickartig“ und weniger ausgereift. Erste Tests haben jedoch gezeigt, dass die Anbindung an das System bereits gut funktioniert. Fahrten wurden erkannt und konnten vermittelt werden. Somit können nun auch an Android-Nutzer Fahrten und Mitfahrten vermittelt werden.

Mein Fazit:

Ich nutze die iPhone App seit einigen Monaten und war auch bereits beim geschlossenen Test in Friedrichshafen am Bodensee dabei. Das System funktioniert sehr gut, kommt aber mit ein paar ungewohnten Eigenschaften daher. Nutzer müssen sich daran gewöhnen, dass sie bzw. ihre Fahrten erst im System sichtbar werden, wenn diese auch eingestellt sind. Es gibt noch keine Liste oder ähnliches aus dem man sich einen Fahrer oder Mitfahrer aussuchen kann. Somit kann die Zahl der Nutzer im eigenen geographischen Umfeld erst gesehen werden, nachdem man selber eine Fahrt oder Mitfahrt eingestellt hat. Nutzer müssen jedoch keine Angst haben. Eine eingestellt Fahrt ist keine Verpflichtung. Erst wer eine Anfrage auf eine bestehende Fahrt annimmt oder tätigt geht eine Verpflichtung ein. Fahrer können jede Anfrage eines Mitfahrers ablehnen oder sogar ignorieren, ohne dass es eine negative Auswirkung hat.
Auch ist das System durch die exakte Adresseneingabe dafür gedacht nicht nur lange Strecken zwischen großen Städten, sondern auch kurze Strecken wie z.B. zur Arbeit oder zum Supermarkt abzudecken. Somit ist flinc auch eine Alternative zum städtischen ÖPNV. Der letzte wichtige Punkt, an den sich die Nutzer gewöhnen müssen ist der Preis. Dieser wird vom System berechnet. Da sich der Fahrer nach dem Mitfahrer richten „muss“ bzw. diesen an der in der jeweiligen Anfrage angegebenen Adresse abholt, kann der endgültige Preis nicht im Vorfeld festgelegt werden. Dieser ergibt sich erst durch die Vermittlung einer Teilstrecke. Nutzer von flinc müssen sich also darauf einstellen, dass in diesem System leicht andere Nutzungs- und Verhaltensregeln gelten als bei anderen Mitfahrerportalen. Auch ist es möglich durch die Push-Benachrichtigungen Mitfahreranfragen auch nach dem Start einer Fahrt zu stellen. Der Fahrer kann dann direkt im Auto entscheiden, ob der den Mitfahrer abholen will oder nicht.

Flinc.org jetzt auch mit SMS-Benachrichtigung:
Für alle Nutzer mit normalen Handys ohne Internetzugang bietet flinc jetzt auch einen kostenlosen SMS-Benachrichtigungsservice an. Fahrten und Mitfahrten werden per Homepage eingestellt und der Nutzer erhält bei Reaktionen und Anfragen eine kostenlose SMS auf sein Handy, worauf er sich wieder per Homepage einloggen muss, um die Nachricht bzw. die Anfrage zu lesen. Wer seine Mobilfunknummer nicht angeben möchte oder vielleicht ein nicht unterstütztes Smartphone wie Nokia oder Windows Phone benutzt, kann sich auch sehr gut über Push-Mail benachrichtigten lassen. Hierfür müssen nur die eintreffenden E-Mail von flinc über eine Push-Mail-fähige E-Mail Adresse (z.B. GMail) an das Smartphone geschickte werden. Dieser Dienst muss jedoch individuell eingerichtet werden und hat nichts mit flinc zu tun.

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Flinc betonte, dass nach der Android-Version auch eine mobile Webseite in Planung ist, über die sich Nutzer auch von unterwegs einloggen werden können. Wann diese Seite jedoch erscheinen wird, ist bis jetzt unbekannt.

Interner Messenger:
Als kleines Bonbon bietet flinc auch einen internen Nachrichtendienst, der ähnlich funktioniert wie der Facebook Messenger. Nutzer können kostenlos internetbasierte Nachrichten mit Push-Funktion austauschen und so andere Nutzer über Verspätungen informieren, oder auch einfach eine Nachricht schicken. Auch ist es möglich andere Nutzer zu bewerten. Wer sich also unsicher ist, ob der Fahrer oder Mitfahrer vertrauenswürdig ist, dem können die Bewertungen im jeweiligen Profil eine gute Hilfestellung sein.

Also einfach mal anmelden, testen und sich sein eigenes Urteil bilden. Vielleicht trifft man sich mal auf eine Fahrt 🙂

(Bildquelle: flinc.org Pressephotos von der offiziellen flinc-Homepage)

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