Flinc startet Technologietest mit “Invite only”

Die dynamische Mitfahrzentrale „flinc“ startet einen bundesweiten Technologietest.

flinc mitfahren

Im neuen Testbetrieb können bereits angemeldet Nutzer per E-Mail, sogenannte „Invites“, weitere Freunde und Interessenten einladen und sich so ein virtuelles Freundesnetzwerk schaffen, welches sich per flinc auf die Strasse übertragen lässt. Ziel ist es das Vertrauen der Teilnehmer und Nutzer in flinc zu stärken. Während dem Technologietest werden darum auch nur die Freunde und „Freundesfreunde“ in der Fahrer- und Mitfahrersuche angezeigt. So kann jeder Nutzer sein eigenes lokales Fahrtennetzwerk aufbauen und weiss, dass nur diejenigen Personen anzeigt werden, welche auch persönlich bekannt und damit vertrauenswürdig sind. Wie bei sozialen Netzwerken besteht darüber hinaus auch die Möglichkeit später noch weitere Freunde aus der flinc-Community zum persönlichen Freundesnetzwerk hinzuzufügen. Jedem bereits angemeldeten Nutzer stehen zehn Einladung zu Verfügung. Registriert sich einer der eingeladenen Freunde, erhält dieser wiederum zehn Einladung. So sollen die lokalen Netzwerke Schritt für Schritt wachsen.

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Basisfunktion gewährleisten

Für flinc besteht damit auch die Möglichkeit das System langsam zu erweitern und damit auch die Server unter kontrollierten Bedingungen zu testen. Wie Benjamin Kirschner, Gründer von flinc, betont, ist es flinc wichtig durch den Technologietest zuerst alle Basisfunktionen ausgiebig zu testen, um eventuell Fehler auszumerzen. Darum freuen sich die Mitarbeiter von flinc auch auf ein reges Feedback der Teilnehmer während dem Technologietests. Nur so könnte das Produkt verbessert und von unliebsamen Fehlern befreit werden, so Kirschner weiter. Aus diesem Grund sollen in nächster Zeit auch keine neuen Features online gestellt werden, sondern lediglich die Zuverlässigkeit und Schnelligkeit des Systems ausgebaut werden.

Neue Nutzer im Fokus

Im Fokus stehen während dem Technologietests vor allem neue und eher unerfahrene Nutzer. Die Macher von Flinc wollen untersuchen, wie bis jetzt unerfahrene Nutzer mit dem System und der Bedienung zu recht kommen. Ziel ist es flinc einfach und intuitiv bedienbar zu machen.

Mobile Webpage und Android

Wie Benjamin Kirschner sagte, wird im Moment an einer mobilen Webseite für flinc gearbeitet. Somit sollen in Zukunft alle Smartphonebesitzer flinc von unterwegs nutzen können. Durch die bis jetzt starke Fokussierung auf Apple, wurden andere Betriebssystem leider ausgeschlossen und der Nutzerkreis damit eingeengt. Dies soll sich mit der für Smartphonebrowser optimierten Webpage ändern. Da eine Push-Benachrichtigung per Browser im Moment nicht möglich ist, müssen Besitzer von anderen Smartphones bis auf weiteres auf den Trick der Push-Mail ausweichen. Flinc informiert den Nutzer per E-Mail über gefunden Fahrer, Mitfahrer oder eingegangene Nachrichten. Diese müssen dann, um auch unterwegs immer auf dem aktuellen Stand zu sein, per Push-Mail Lösung an das Smartphone weitergeleitet werden. Durch den Entscheid die mobile Webpage zu favorisieren, erfolgt die Entwicklung einer Android-App etwas zeitverzögert. Bereits jetzt kann flinc jedoch über die reguläre Homepage vollumfänglich bedient und genutzt werden. Ein iPhone oder Smartphone ist nicht zwingend notwendig. Mobile Endgeräte helfen jedoch die Dynamik von flinc voll auszunutzen.

Suchalgorithmus

Um das System testen zu können und auch den Nutzern der ersten Stunde einige Erfolgserlebnisse zu präsentieren, wurde der Suchalgorithmus beim Test in Friedrichshafen am Bodensee enorm ausgeweitet. Dadurch wurde nicht nur Fahrten weit über die eingetragen Zeit hinaus, sondern auch teilweise in die entgegengesetzte Himmelsrichtung angezeigt. Dies wurde im neuen Technologietest geändert. Zwar werde auch jetzt noch Fahrten in einem sehr großen Umkreis und in einem sehr großen Zeitfenster angezeigt, jedoch müssen für ein positives Matching die Routen in die gleiche Richtung gehen. Erst dann werden Fahrer und Mitfahrer miteinander zusammengeführt.

Apple und der App-Store

Noch diesen Freitag (1. April) will flinc die erste App-Version offiziell bei Apple einreichen. Da Apple jedoch keine Garantie o.ä. gibt, kann es einige Zeit dauern, bis die App im AppStore freigeschaltet wird. Danach steht dem ersten bundesweiten Test nichts mehr im Wege.

Es kommt auf die Nutzer an

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Wie Benjamin Kirschner betonte, kommt es jetzt auf die Nutzer an. Registrierte Nutzen müssen sich ein persönliches Fahrtennetzwerk in ihrer Stadt aufbauen, welches durch Einladungen stetig wächst. Da es nur zehn Einladung pro Nutzer gibt, empfiehlt es sich vorher bei den jeweiligen Freunden abzuklären, ob diese auch bereit sind flinc zu nutzen. Je besser diese Netzwerke ausgebaut sind, umso schneller wird sich flinc verbreiten und auch durchsetzen.

Falsche Vorstellungen der Fahrer

fahrer

Erfahrungen und Gespräche haben gezeigt, dass Fahrer oft falsche Vorstellungen über den Preis einer Fahrt haben. Kurze Fahrten in die Stadt werden teilweise mit vier bis fünf Euro angegeben, während eine Busfahrt nur zwei Euro kostet. So verbauen sich Fahrer teilweise gute Chance einen Mitfahrer mitzunehmen. Jeder Fahrer sollte sich darum die Frage stellen, für wieviel Geld er selber bei anderen Fahrern mitfahren würde. Ein „Abwälzen“ der Fahrtkosten zu 100 Prozent auf den Mitfahrer in Form eines Taxis wird nicht funktionieren. Jeder Fahrer sollte sich zwischen dem Spatz in der Hand oder der Taube auf dem Dach entscheiden. Bei flinc sind gerade Pläne im Gespräche, Fahrer über entgangene Mitfahrer zu informieren. Wie diese Pläne jedoch genau aussehen konnte Benjamin Kirschner nicht beantworten. Im Gespräch ist eine Art Benachrichtigungssystem, welches den Fahrer darüber informiert, dass es einen passende Mitfahrer gegeben hätte, der aber aus bestimmten Gründen sich nicht für die Fahrt angemeldet hat. Da dieses Benachrichtigungssystem bis jetzt jedoch in keinster Weise spruchreif ist, wäre es zu früh hier Spekulationen anzustellen. Fahrer sollten gerade im Testbetrieb die Preise jedoch eher gering halten, um nicht potenzielle Mitfahrer abzuschrecken.

Navigon bald serienmäßig mit flinc

In Zukunft arbeitet flinc mit dem Navigationshersteller Navigon zusammen. Somit haben alle Navigongeräte mit einem Internetzugang bereits die flinc-Software direkt integriert. Auch die Navigon-Apps aus dem AppStore werden ab dem nächsten Navigon-Update die flinc-Software automatisch mitbringen. Besonderheit ist jedoch, dass die integriert flinc-Anbindung erst aktiviert wird, wenn der jeweilige Nutzer auch die flinc-App auf dem iPhone installiert hat. Fahrten die entweder im Navigon-App oder im flinc-App eingetragen werden, werden dann automatisch an den flinc-Server geschickt und dort synchronisiert. Für den Fahrer heißt dies, dass er bei der Annahme eines Mitfahrers von Navigon automatisch zum Treffpunkt umgeleitet wird. Da die Navigon-App und die flinc-App auf Wunsch miteinander kommunizieren, wird der Ablauf automatisiert. So kann der Fahrer alle seine Fahrten bequem über das Navigon-App bewältigen. Trägt der Fahrer dagegen eine Fahrt/Route in seine Navigon-Software ein, reicht ein Klick um die Fahrt auch in flinc einzutragen. So muss keine Fahrt doppelt eingetragen werden. Die Routennavigation und die Mitfahrervermittlung verschmelzen zu einem System. Sollte ein Navigon-Nutzer keine Anbindung an flinc wünschen oder das flinc-App nicht installiert haben, so wird er von der eingebauten flinc-Software jedoch nichts bemerken und kann das Navigationsgeräte wie gewohnt verwenden.

Weitere Links:
Das Smartphone als Mitfahrzentrale – Eine Übersicht über die verschiedenen Systeme weltweit
http://blog.flinc.org/

UPDATE: Navigon Anbindung – Ende April 2011:

Mehrere Test mir der iPhone Navigon-App (in der Telekom Edition*) haben gezeigt, dass die Anbindung ohne Probleme funktioniert. Fahrten, welche in Navigon oder in flinc eingetragen werden, werden bei Freigabe automatisch untereinander synchronisiert. Somit werden für Fahrten, welche in der Navigon-App eingetragen werden, automatisch Mitfahrer über flinc gesucht. Der Nutzer muss keine Fahrt doppelt eingeben. Bewirbt sich ein Mitfahrer, kann der Fahrer dies nicht nur über die Navigon-App annehmen oder ablehnen, sondern sich auch automatisch und ohne neue Eingabe eines Zwischenziels an der Treffpunkt leiten lassen. Durch die Synchronisation beider Systeme entfallen für den Fahrer zahlreiche Schritte. Da über die Navigon-App jedoch keine detaillierten Einstellungen wie Preis und Fahrzeug eingetragen werden können, übernimmt das System die Standarteinstellungen aus den Navigon Optionen. Dort kann der Fahrer sein Auto und den Preis hinterlegen, der dann somit für alle Fahrten gilt. Wer dies nicht möchte, muss die nötigen Einstellungen dann nachträglich von Hand ändern.
Voraussetzung für eine funktionierende Integration ist jedoch die installierte flinc-App auf dem iPhone (Android soll folgen).

*flinc ist in jedes Navigon mit Internetverbindung integriert

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