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Hamburger Abendblatt startet Gratis-Zeitung

Das Hamburger Abendblatt startet ab 12. Januar 2013 die wöchentliche Gratis-Zeitung Hamburger Abendblatt – Die Woche. Das Hamburger Abendblatt versucht damit in die gleiche Kerbe zu schlagen wie andere Regionalzeitungen. Recycelte Artikel werden am Samstag in gleicher oder verändert Form kostenlos an Haushalte in Hamburg und Umgebung verteilt. Leider haben meine persönlichen Erfahrungen gezeigt, dass diese “Samstag-Kostenloszeitungen” reine Werbeblätter mit alten und recycelten Artikeln sind, die eigentlich nur den Zweck haben, Werbung und Kleinanzeigen so zu tarnen, dass diese als Zeitung durchgehen. Journalistischen Mehrwerten bieten diese Zeitung nie und landen zumindest bei mir direkt im Allpapier oder im Sommer auf den Stapel “Grillanzünder”.

Wer hats erfunden? – die Schweizer
Dass es auch anders geht, beweist die Schweizer Tageszeitung 20 Minuten (20min.ch). Zwar handelt es sich dabei meistens um Meldung aus dem Internet oder Pressediensten, aber die Pendlerzeitung liefert täglich einen guten Überblick über die Ereignisse des Tages. Meinem letzten Wissenstand nach ist die Zeitung rein durch Werbung in den schwarzen Zahlen, die meistgelesenste Zeitung der Schweiz (durchschnittlich drei Leser pro Exemplar), liegt an alle gut frequentierten Plätzen kostenlos aus und hat Ableger in vielen großen Städten. Natürlich ist der Inhalt kaum selbst recherchiert, aber dennoch reicht er gerade morgens und abends für die Pendler aus, um über das gröbste Bescheid zu wissen. Natürlich gibt es das ganze auch als kostenlose iPhone App und Android App.

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Kommunikationsirrsinn: Ich bin ich und zwar dort wo ich sein will

oder warum ‘Spiegel online’ das Internet immer noch nicht verstanden hat.

Kommentar zum ‘Spiegel online’ Artikel „Kommunikationsirrsinn: Wer bin ich – und wenn ja, wo?“ der nicht nur falsch ist, sondern gleichzeitig eine beinahe elitäre Unwissenheit über die Onlinewelt offenbart. Der Autor Stefan Berg beschreibt in seinem Artikel die Auflösung der Kommunikation und die fast schon desaströse Beschleunigung des heutigen Lebensstils durch moderne Smartphone- und Internetkommunikation. Dabei begeht er den Fehler sich rein auf Äußerlichkeiten und sichtbaren Symptome zu beschränken und hängt darüber hinaus einer idealisierten und romantisierten Wunschvorstellung einer Gesellschaft nach, die es so wohl nie gab.

Der Leser wird gleich zu Beginn des Artikels von einem Photo begrüßt, welches einen Mann mittleren Alters zeigt, der wutentbrannt sein Mobiltelefon anschreit. Ein Einstellung, die sich auch im Artikel deutlich wiederfindet. Als sei das Mobiltelefon Grund allen Übels.
Auch die ersten Worte in der Einführung zeugen von einer eher negativen Sicht auf das Thema. So würden wir laut Berg durch die heutigen Kommunikation nicht nur jede Beziehung zu Raum und Zeit verlieren, sondern unsere Hirne seien auch vom Herzen entkoppelt – grosse Worte leicht ausgesprochen.

Beginne stets mit einem Beispiel:
Als Einstieg erzählt Berg ein Paradebeispiel, welches wohl täglich in tausendfacher Ausführung auf Flughäfen und Bahnhöfen zu bestaunen ist. Ein abgehetzter Mensch irrt mit seinem Mobiltelefon durch die Weiten der Flughalle und hat keine Zeit für seine Umgebung.
Das Schöne an einprägsamen Beispielen ist, dass sie dem Leser eine gutes Gedächtnisbild liefern. Aber genauso wenig wie eine Schwalbe keine Sommer macht, kann ein Beispiel eben nicht die Allgemeinheit abdecken. Die Gesellschaft und vor allem die menschliche Kommunikation besteht eben aus mehr als einem einzigen Beispiel.

Auch das zweite Beispiel von vier Jugendlichen in einer Strassenbahn zeigt wenig Tiefblick für die Art und Weise der menschlichen Kommunikation und die technischen Möglichkeiten. Der Leser erfährt eine Geschichte über vier Jugendlichen, die in einer Strassenbahn sich zwar gegenüber sitzen aber anstatt zu reden und sich auszutauschen, lieber in ihre Smartphones starren. Der Autor und in diesem Fall unbeteiligter Beobachter, gibt zu nicht zu wissen, was sie genau mit ihren Smartphones machen, aber trotzdem ist es automatisch schlechter als sich zu unterhalten.
Der Leser erfährt aber nicht, ob die Jugendlichen sich überhaupt kennen und somit auch unterhalten wollen. Kaum jemand möchte von fremden Menschen in der Strassenbahn „zu gequatscht“ werden. Das gilt auch für Jugendliche.
Der zweite Fehler den Stefan Berg nicht nur an dieser Stelle macht, ist die technische Kommunikation, oder wie er es nennt „Gerätekommunikation“, der persönlichen Kommunikation unterzuordnen. Niemand weiss, was die Jugendlichen mit ihren Geräten machen oder mit wem sie sich über welche Plattformen und über welche Inhalte austauschen. Allein die Tatsache, dass sie es über ihre Smartphones machen, scheint dem Autor Grund genug die Kommunikation abzuwerten.


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SWR3 berichtet über den gefälschten Google+ Account von Steffen Seibert

Google+ ist kaum 14 Tage alt und schon sind die ersten Fake-Accounts in Umlauf. So geschehen bei Steffen Seibert, dem offiziellen Regierungssprecher. Vergleicht man all die gefakten Accounts von Britney Spears bis Angela Merkel scheint diese Nachricht eigentlich nichts besonderes zu sein. Interessant ist, dass… Read More »SWR3 berichtet über den gefälschten Google+ Account von Steffen Seibert

GEMA-Gebühren für Kitas – warum eigentlich nicht?

Kitas sollen in Zukunft Gebühren bezahlen, wenn sie Liedtexte kopieren und diese von den Kindern singen lassen. Auf Twitter und Co. wird zur Zeit wieder heiß diskutiert ob Kitas (Kindertagesstätten) GEMA-Gebühren für Weihnachtslieder zahlen sollen oder nicht. Der Stein des Anstosses ist eine Zahlungsaufforderung seitens… Read More »GEMA-Gebühren für Kitas – warum eigentlich nicht?