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Politik und Gesellschaft

Elektromobilität in Deutschland – Anzahl der Elektro-Tankstellen schier unbegrenzt

Im Zeichen der CO²-freien Mobilität erleben Elektrofahrzeuge gerade einen enormen medialen Hype. Doch es regen sich auch kritische Stimmen. Neben dem Anschaffungspreis eines Elektrofahrzeugs wird immer gern die fehlende Infrastruktur bzw. die geringe Tankstellendichte aufgeführt, wenn es darum geht, die Alltagstauglichkeit von Elektrofahrzeugen in Frage zu stellen. Zu gering seien die Möglichkeiten ein Elektrofahrzeug zu laden, so der Vorwurf. Dabei geht die Vorstellung was eine Tankstelle ist, jedoch genauso von einem veralteten Denkmuster aus, wie die Idee, dass es eine große Firma benötigt, um eine Tankstelle zu betreiben.

Als Fahrer eines Autos mit Verbrennungsmotor ist das Tanken ein regelmäßiges Ritual. Je nach Kilometerstand fährt der Autofahrer an die Tankstelle seines Vertrauens und befüllt sein Auto mit neuer „Energie“. Die Tankstelle ist dabei ein zentraler Treffpunkt für alle Energiedurstigen und wird meisten von einer großen bis sehr großen Mineralölgesellschaft geführt. Für manche Autofahrer ist das Ritual so eingespielt, dass der Tankwart fast zu einem guten Freund geworden ist, mit dem man sogar ein kleines Schwätzchen halten kann. Je nachdem wie dicht das Tankstellennetz ist, umso leichter ist es für Autofahrer in der eigenen Stadt oder auf Reisen eine passende Anlaufstelle zu finden.

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Kommunikationsirrsinn: Ich bin ich und zwar dort wo ich sein will

oder warum ‘Spiegel online’ das Internet immer noch nicht verstanden hat.

Kommentar zum ‘Spiegel online’ Artikel „Kommunikationsirrsinn: Wer bin ich – und wenn ja, wo?“ der nicht nur falsch ist, sondern gleichzeitig eine beinahe elitäre Unwissenheit über die Onlinewelt offenbart. Der Autor Stefan Berg beschreibt in seinem Artikel die Auflösung der Kommunikation und die fast schon desaströse Beschleunigung des heutigen Lebensstils durch moderne Smartphone- und Internetkommunikation. Dabei begeht er den Fehler sich rein auf Äußerlichkeiten und sichtbaren Symptome zu beschränken und hängt darüber hinaus einer idealisierten und romantisierten Wunschvorstellung einer Gesellschaft nach, die es so wohl nie gab.

Der Leser wird gleich zu Beginn des Artikels von einem Photo begrüßt, welches einen Mann mittleren Alters zeigt, der wutentbrannt sein Mobiltelefon anschreit. Ein Einstellung, die sich auch im Artikel deutlich wiederfindet. Als sei das Mobiltelefon Grund allen Übels.
Auch die ersten Worte in der Einführung zeugen von einer eher negativen Sicht auf das Thema. So würden wir laut Berg durch die heutigen Kommunikation nicht nur jede Beziehung zu Raum und Zeit verlieren, sondern unsere Hirne seien auch vom Herzen entkoppelt – grosse Worte leicht ausgesprochen.

Beginne stets mit einem Beispiel:
Als Einstieg erzählt Berg ein Paradebeispiel, welches wohl täglich in tausendfacher Ausführung auf Flughäfen und Bahnhöfen zu bestaunen ist. Ein abgehetzter Mensch irrt mit seinem Mobiltelefon durch die Weiten der Flughalle und hat keine Zeit für seine Umgebung.
Das Schöne an einprägsamen Beispielen ist, dass sie dem Leser eine gutes Gedächtnisbild liefern. Aber genauso wenig wie eine Schwalbe keine Sommer macht, kann ein Beispiel eben nicht die Allgemeinheit abdecken. Die Gesellschaft und vor allem die menschliche Kommunikation besteht eben aus mehr als einem einzigen Beispiel.

Auch das zweite Beispiel von vier Jugendlichen in einer Strassenbahn zeigt wenig Tiefblick für die Art und Weise der menschlichen Kommunikation und die technischen Möglichkeiten. Der Leser erfährt eine Geschichte über vier Jugendlichen, die in einer Strassenbahn sich zwar gegenüber sitzen aber anstatt zu reden und sich auszutauschen, lieber in ihre Smartphones starren. Der Autor und in diesem Fall unbeteiligter Beobachter, gibt zu nicht zu wissen, was sie genau mit ihren Smartphones machen, aber trotzdem ist es automatisch schlechter als sich zu unterhalten.
Der Leser erfährt aber nicht, ob die Jugendlichen sich überhaupt kennen und somit auch unterhalten wollen. Kaum jemand möchte von fremden Menschen in der Strassenbahn „zu gequatscht“ werden. Das gilt auch für Jugendliche.
Der zweite Fehler den Stefan Berg nicht nur an dieser Stelle macht, ist die technische Kommunikation, oder wie er es nennt „Gerätekommunikation“, der persönlichen Kommunikation unterzuordnen. Niemand weiss, was die Jugendlichen mit ihren Geräten machen oder mit wem sie sich über welche Plattformen und über welche Inhalte austauschen. Allein die Tatsache, dass sie es über ihre Smartphones machen, scheint dem Autor Grund genug die Kommunikation abzuwerten.


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Pressetermin Opel Ampera – Startschuss für die bürgerliche Elektromobilität

Nach all den Jahren in denen viele Autobauer werbe- und PR-technisch immer die neuesten Elektroautos als reine Studien und damit auch ihre eigene Mutlosigkeit präsentierten, kommt Ende November das erste Elektroauto in Großserie zum Händler um die Ecke. Der Opel Ampera möchte als erstes reell kaufbares Elektroauto die Elektromobilität weltweit voranbringen. Bedenkt man die Vorbehalte, die immer noch in weiten Teilen der Bevölkerung zum Thema Elektromobilität vorherrschen, ein ehrgeiziges Projekt.

München: Grosse mediale Lobeshymnen hört man dieser Tage vom Opel Ampera. Seien es Sätze wie: „der grüne Blitz“, „so sieht die Zukunft aus“ oder „Opels geräuschlose Innovation“. Opel selbst nennt den Ampera „das richtige Auto zur richtigen Zeit“. Ob die Lobeshymnen zutreffen, wird sich zeigen. Nicht nur in den Testberichten, sondern auch auf dem Markt. Fest steht, dass der Opel Ampera das erste, in Grosserie produzierte, Elektroauto der Welt ist. Damit setzt er nicht nur Maßstäbe, sondern ist gleichzeitig auch Indikator, wie weit der Wunsch nach Elektromobilität bei der Bevölkerung wirklich verbreitet ist.

Laut Opel ist einer der Hauptgründe warum es in der Bevölkerung noch viele Vorurteile gegen das Elektroauto gibt die Tatsache, dass die Zahl der tatsächlich sichtbaren Elektroautos auf deutschen Strassen gegen Null geht. Das Fehlen der „kritischen Masse“ verhindert somit eine Positionierung in den Medien und damit auch im Bewusstsein der Menschen. Aus diesem Grund soll der Opel Ampera ab Ende November 2011 beim Opel Händler stehen und für jeden der 42.500 Euro in der Tasche hat zu kaufen sein. Opel will damit natürlich nicht nur den Start der Elektromobilität in Deutschland einläuten, sondern ganz klar die Firma wieder an die Spitze der Automobil-Familie bringen. Den gesellschaftlichen Motiven stehen also auch klare wirtschaftliche Motive gegenüber. Im Rahmen einer Pressekonferenz in München konnten interessierte Journalisten den Ampera probefahren und sich selbst ein Bild von der Technik und der versprochenen Innovation machen.


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Plagiate und der Niedergang der akademischen Kultur

Guttenberg, Koch-Mehrin, Chatzimarkakis und jetzt auch Bernd Althusmann – überführte „Plagiatoren“, so scheint es zumindest auf den ersten Blick. Armeen von Freiwilligen haben die jeweiligen Doktor- und sogar Diplomarbeiten untersucht und sind dabei auf Ungereimtheiten und teilweise grobe Regelverstöße gestoßen. Es scheint in den letzten… Read More »Plagiate und der Niedergang der akademischen Kultur