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WhatsApp-Newsletter zeitversetzt senden (ohne ROOT)

ACHTUNG: Es gelten immer die AGB von WhatsApp. Siehe auch Disclaimer am Ende des Artikels!

Im vierten Teil der „WhatsApp-Newsletter-Serie“ (Teil 1 | Teil 2 | Teil 3) geht es um das zeitversetzte Senden von Nachrichten per WhatsApp. Gerade als (Hobby-)Blogger oder nebenberuflicher Anbieter eines WhatsApp-Newsletters, kann es ganz nützlich sein, Nachrichten am Abend oder am Wochenende vorzuplanen und diese dann am nächsten Tag oder im Laufe der Woche zu versenden. Leider sitzt man dann oft im Büro oder im Meeting und kann sehr schlecht seine Arbeit bei Seite legen, um einen privaten Newsletter zu verschicken. Gerade bei Newslettern kann der Sendezeitpunkt je nach Thema aber entscheidend sein für den Erfolg. Hier hilft die Android-AppSKEDit„.

Die Grundfunktionen:

Im Grunde ist die App „SKEDit“ eine komplette Nachrichtenzentrale. Neben WhatsApp, WhatsApp Business, SMS, E-Mail, Facebook (Anm. der Redaktion: ab 1.08.2018 lässt Facebook keine vorgeplanten Nachrichten mehr für Profile zu. In wie weit diese Fkt. in der App „SKEDit“ somit noch funktioniert, ist unbekannt) werden auch Anrufe unterstützt. Mit Hilfe der App können damit also eine ganze Reihe an unterschiedlichen Nachrichten-Typen geplant und versendet werden.

Die Registrierung (erster Schritt):

Die App erfordert beim Start eine kostenlose Registrierung inkl. Passwortvergabe und E-Mailadresse (Bild 1 & Bild 2), an welche dann auch ein 6-stelliger Code zur Freischaltung der App geschickt wird. An dieser Stelle ist leider unbekannt, warum die App eine Registrierung benötigt, da diese komplett auf dem Smartphone ausgeführt wird. Wer jedoch eine E-Mail planen möchte, erhält die eingetragene E-Mailadresse automatisch als Absenderadresse. Bei der Registrierung werden keine Bezahlinformationen wie z.B. Kreditkarte, Paypal o.ä. abgefragt.

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(offizielles Promo-Video // Youtube)

Die App starten:

Nach der Registrierung kann angegeben werden, welche Funktionen bzw. welche Apps genutzt werden sollen. Dies kann später in den Einstellungen jederzeit wieder geändert werden. Hat man sich in einem ersten Schritt entschieden, erscheint auch schon die „Startseite“ der App (Bild 3). Klickt man zum ersten Mal auf „WhatsApp“ wird man aufgefordert, der App Zugriff auf WhatsApp zu geben (Bild 4). Klickt man hier auf „Enable Accessibility“, wird man automatisch zu den Einstellungen des Telefons weitergeleitet (Bild 5). Hier muss man dann SKEDit aktivieren (Bild 6).

Nachrichten erstellen und planen:

Über die Startseite und den Menü-Punkt „WhatsApp“ (Bild 3) lassen sich dann die Nachrichten erstellen und planen (Bild 7 & 8). Beim Adressieren der Nachricht hat man die Wahl zwischen einzelnen Personen, einer Gruppe oder eine Broadcastliste. Die Broadcastliste(n) erscheint ebenfalls unter „Add WhatsApp Recipient(s)“, wird also wie als einzelner Empfänger angezeigt. Klickt man auf „Add WhatsApp Recipient(s) oder auf „Groups“ wird man direkt zu WhatsApp weitergeleitet und kann hier alle Empfänger oder eben auch die entsprechende Broadcastliste auswählen (Bild 9).

Über die Funktion „Repeat“ könnte die Nachricht dann jede Minute, Stunde, Tag oder Jahr usw. wiederholt werden. Ein Use-Case der eventuell bei Geburtstagen o.ä. sinnvoll wäre.

Übersicht / Kalender:

Über das Menü (Bild 10; Burger-Menü links oben auf der Startseite) lassen sich nicht nur alle Einstellungen vornehmen, sondern auch alle ausstehenden Nachrichten aufrufen und editieren. Gleichzeitig können dort auch alle verschickten, gelöschten und fehlgeschlagenen Nachrichten eingesehen werden (Bild 11). Sollte man zum Versenden der Nachrichten und des Newsletters ein Zweitgerät verwenden, empfiehlt es sich natürlich auch immer sich selbst mit dem Erstgerät in die Liste einzutragen. So erkennt man sofort, ob das Versenden funktioniert hat bzw. fehlgeschlagen ist.

Die Nachteile:

Das Gute vorweg: Gravierende Nachteile konnten beim Test der App nicht erkannt werden. Die App macht, was sie verspricht – zumindest beim Test mit WhatsApp. Minimale Probleme gibt es, wenn das Smartphone aus irgend einem Grund (z.B. Absturz) neu gestartet wird und danach keine PIN-Eingabe erfolgt. Dann werden die Nachrichten leider nicht verschickt und es wird eine Fehlermeldung angezeigt. Was weniger gut, aber vermutlich technisch nicht anders zu lösen ist, sind die Rechte (alle Berechtigungen siehe Google Play). Die App verlangt Zugriff auf eure Kontakte (lesen), euren Standort, eure SMS (senden), euer Telefon (Anrufe tätigen), die Medien/Fotos, den Speicher, die Geräte-Infos und sonst noch einige Dinge. Wie in Bild 4 geschrieben wird, sei dies nur für den Zugriff auf WhatsApp und alle Daten würden vertraulich und sicher behandelt werden.

Des weiteren aktiviert sich beim Versenden der Nachricht das Display. Da das Test-Smartphone bzw. das Smartphone, über welches dann der spätere Newsletter versendet wird, „nur“ ein Zweitgerät ist, spielt das keine entscheidende Rolle. Wer die App aber auf seinem Hauptgerät nutzt, sollte wissen, dass zur eingestellten Zeit dann das Display aktiviert wird. Dies gilt vermutlich dann auch für die Hosen- oder Handtasche.

Zwei weitere wichtige Punkte/Probleme konnten im Test zwar nicht erkannt werden, werden hier aber der Vollständigkeit halber aufgeführt.

1.) Anscheinend können nur WhatsApp-Nachrichten verschickt werden, wenn der Screen-Lock deaktiviert ist – also der Bildschirm aktiviert/an ist (Quelle). Im Test (Galaxy S5 Mini) funktionierten die Nachrichten aber auch bei ausgeschaltetem/dunklem Screen. Der Fehler konnte also nicht reproduziert werden. Wer Probleme damit hat, sollte sich die App „Llama – Location Profiles“ (kostenlos; Last Update: 23.10.2014) oder die App „Tasker“ (kostenpflichtig) anschauen. Beide Apps erlauben das zeitgesteuerte Aktivieren des Bildschirms. So könnte z.B. der Bildschirm eine Minute vor der geplanten WhatsApp-Nachricht aufgeweckt werden und zirka 2-3 Minuten nach dem Versendezeitpunkt der WhatsApp-Nachricht wieder in den Stand-By-Modus geschickt werden. Hier gilt es dann vermutlich etwas zu experimentieren.

2.) Der zweite Nachteil ist, dass Broadcastlisten, bzw. das Versenden von Nachrichten an diese, nur funktionieren, wenn diese nicht ihren Default-Namen tragen. Die Listen müssen also individuell umbenannt werden. Da dies im Test schon der Übersichtlichkeit halber erfolgte (um beim Test nicht mit anderen Broadcastlisten durcheinander zu kommen), war auch hier kein Problem festzustellen. Siehe offizielle Antwort des Programmierers (Twitter).

Fazit:

Die App macht, was sie verspricht. Die Tests verliefen sogar „fehlerfreier“ als in den diversen Quellen berichtet wurde. So lassen sich bequem Nachrichten vorausplanen und zu einem fest definierten Zeitpunkt versenden, was das Einrichten eines Newsletter bzw. das Betreuen deutlich erleichtern dürfte.

Ein Nachteil sei an dieser Stelle noch erwähnt. Da das Planen bzw. das spätere Versenden der Nachrichten (egal ob als Newsletter oder als private Nachricht) über die App SKEDit erfolgt, wird natürlich das Web-Interface von WhatsApp komplett umgangen. Die Texte müssen also entweder per Hand eingetippt werden oder über E-Mail oder eine Cloud-Lösung auf das Smartphone respektive dann per Copy&Paste in die App übertragen werden. Die Usability leider also etwas unter dieser Lösung.

Disclaimer:

Zum einen wird keine Garantie für das Funktionieren der App übernommen (inkl. Datenverlust, Viren, Spionage, DSGVO usw.), zum anderen wird deutlich darauf hingewiesen, dass WhatsApp bei Dritt-Software sehr empfindlich reagiert bzw. reagieren kann. Das Versenden der Nachrichten erfolgt zwar direkt über die App von WhatsApp (es werden also alle Schritte so ausgeführt, als würde diese ein Mensch ausführen; man kann sogar dabei zusehen wie eine „Geisterhand“ alle nötigen Schritte ausführt), dennoch kann es seitens WhatsApp zu einer Sperrung auf Grund von SPAM oder AGB-Verstössen (z.B. dem Einsatz von nicht lizenzierter Software) kommen. Die Verwendung der App erfolgt also komplett auf eigenes Risiko.

Disclaimer II:

Wie immer sei an dieser Stelle auch erwähnt, dass ich bei einem unternehmerischen und/oder professionellen Einsatz immer zu offiziellen Anbietern wie Whatsbroadcast oder atms rate und natürlich sollte man immer die DSGVO und die aktuelle Rechtslage im Blick haben.

 

Ich freue mich auf Erfahrungen und Berichte zur App in den Kommentaren!

 


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Aktuell: Content Marketing & PR Manager

Ausgebildeter Journalist, PR-Berater & Projektmanager mit Faible Content-Marketing, Social Media, Unternehmenskommunikation, Digitalisierung, Collaboration-Tools und alles rund um „Web 2.0“.

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Ralf Bachmann

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